
Die reizvolle kleine Spitalkirche in Latsch im Südtiroler Vinschgau wurde ab 1337 an der Stelle eines älteren Baus errichtet. Bekannt ist sie vor allem für den spätgotischen Flügelaltar, der um 1520 von Jörg Lederer geschaffen wurde. Das leicht auskragende Glockentürmchen ist typisch für das Südtirol.
Das Hauptportal zur Kirche enstand 1517. Über dem Spitzbogen überkreuzen sich zwei Kielbogen. Dort, wo die Bögen des Kiels ihre Richtung ändern, wird der "alte" Bogen jeweils noch etwas weiter geführt, bevor er unvermittelt abbricht, und der "neue" Bogen beginnt schon etwas früher. Ein spätgotisches Spiel, als sollten die Konstruktionslinien sichtbar gemacht werden. Im Wappen ist die Stifterfamilie der Kirche, die Annenberger, verewigt. Über dem Spitz des Kielbogens halten zwei Engel das Schweisstuch Jesu'.
Gehauen ist das Portal aus dem harten Marmor des nahegelegenen Dorfes Laas, der im Mittelalter und in der Renaissance im ganzen Vinschgau und im 19. Jahrhundert unter anderem auch in Italien, Österreich und Deutschland verwendet wurde.



Das Sakramentshaus in St. Lorenz in Nürnberg ist wohl das berühmteste Sakramentshaus Deutschlands. Es wurde zwischen 1493 und 1496 von Adam Kraft geschaffen. Unter dem Umgang hat er sich in einem Selbstbildnis mit Steinmetzwerkzeug dargestellt.
Die Kleinarchitektur ist ca. 20 Meter hoch. Berühmt ist es unter anderem für seinen Kranz aus sich einrollenden Fialen über dem Hostienschrank.























